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Sportboot-Führerschein Binnen

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Amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von Sportbooten (unter Motor oder Segel/Surfen) unter 15 Meter Länge (ohne Ruder und Bugspriet) auf den Binnenschifffahrtsstraßen, vorgeschrieben für Fahrzeuge unter Motor mit mehr als 3,68 kW (5 PS).

Zulassung:

- Segeln/Surfen ab 14,

- Motor ab 16 Jahren;

- Tauglichkeit: Vorlage „Ärztliches Zeugnis für Sportbootführerschein- Bewerber“,

- Zuverlässigkeit: Vorlage eines gültigen Kfz-Führerscheines (oder Führungszeugnisses/ Verzicht bei Minderjährigen).

Die theoretische Prüfung besteht aus einem Fragebogen und ggf. einer mündlichen Prüfung.

Ausreichende Kenntnisse

- des Binnenschifffahrtsrecht,

- der Seemannschaft,

- der Fahrzeugführung (Segel-, Motorboot, Surfbrett) sind nachzuweisen.

In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Sportboot umgesetzt und angewendet werden. Es sind verschiedene Manöver (u. a. das Rettungsmanöver) und Knoten vorzuführen.

Die amtlichen Fragen- und Antwortenkataloge für den Sportbootführerschein Binnen, stehen im "Elektronischen Wasserstraßeninformationssystem" der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de) als pdf-Dateien zum Download bereit: www.elwis.de/Freizeitschifffahrt/patentinformationen/index.html .

Weitere Informationen über die Prüfungen (auch über die anfallenden Kosten und Ersatz bei Verlust) erhalten Sie bei den regionalen Prüfungsausschüssen des DSV an 26 Standorten im Bundesgebiet.

Adressen und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie auch beim Deutschen Segler-Verband e. V. (DSV)


Für ein wenig mehr Orientierung einige Anmerkungen aus meinem Buch:

So viel Zeit solltest Du Dir für Theorie…

Unser Kurs umfasst sechs, im Winter, wenn die segelpraktische Ausbildung nicht damit verknüpft ist, sind es acht Abende*. Jeder Kursabend setzt sich aus 2 x 90 Minuten incl. einer Pause zusammen. Aufgrund des umfangreichen Stoffes werden nicht alle Themen im Kurs bearbeitet sondern müssen ergänzend und vertiefend zuhause bearbeitet werden.

Jeder hat sein individuelles Lerntempo und vielleicht fiel es gerade mir besonders schwer. Im Schnitt habe ich etwa jeden zweiten Tag zwei Stunden und an den Wochenenden insgesamt vier Stunden für den Kurs gelernt.

Die Prüfung besteht aus einer Auswahl aus rund 500 Fragen aus dem Lehrbuch! Wer sich die Fragebogen kauft, hat den Vorteil, in die Systematik der Fragebogen einzusteigen, kann sich testen und besser einschätzen was noch gelernt werden muss. Die Fragebogen haben mein „Heimstudium“ systematisiert und den zeitlichen Aufwand reduziert.

… und Segelpraxis nehmen:

Die Entscheidung für eine Saison- oder für eine Vierwochenkarte hängt von den Kenntnissen, der zur Verfügung stehenden Zeit und dem Beginn des Kurses ab. Im August wird keiner mehr eine Saisonkarte kaufen.

Ideal, aber am teuersten ist natürlich die Saisonkarte. Wer sich Zeit lassen will oder als Berufstätige/r wenig freie Zeit hat, segelt damit am besten. Wer nur am Wochenende oder nach Feierabend segeln kann braucht nun mal mehr Zeit. Die Saisonkarte hat außerdem den Vorteil, dass man, z.B. aufgrund einer Schlechtwetterperiode, nicht unter Zeitdruck geraten kann und der Prüfungstermin nach Lernfortschritt selbst bestimmt wird.

Neben der Saisonkarte gibt es Zwölf-, Acht- und Vierwochenkarten. Wer über viel freie Zeit verfügt und ganze Tage, die Ferien oder den Urlaub in der Jolle verbringen will, der kommt evtl. sogar mit der Vierwochenkarte aus. Allerdings reduziert eine verregnete Woche die Vorbereitung auf den Prüfungstermin bei einer Vierwochenkarte gleich um 25%.

Wir haben uns für die teure Saisonkarte entschieden, weil wir im April, zu Beginn der Saison, begonnen haben und nach der Prüfung weiter segeln und lernen wollen. Während der ersten Wochen sind wir als Berufstätige nur am Wochenende gesegelt, aber spürbare Fortschritte stellten sich erst während unseres dreiwöchigen Urlaubs ein. Da waren wir täglich vier bis sechs Stunden auf dem Wasser.

Ganz "erfolgreich" scheinen Segelkurse im Urlaub zu sein. Nach meinen Lernerfahrungen ist mir ein Rätsel, wie jemand ohne Vorkenntnisse, in einer Woche die für die Prüfung vorgeschriebenen Manöver sicher beherrschen und bei den Fragebogen die erforderliche Punktzahl erreichen kann. Ein gewissenhafter Prüfer würde m. E. nicht nur den Urlaubsfrie-den empfindlich stören, sondern schnell auf der Abschussliste der Reiseveranstalter stehen. Genau das bestätigt mir ein Segellehrer und ehemaliger „DSV-Urlaubsprüfer“. Eine Alternative scheinen 14tägige Kurse in „Segelurlaubsschulen“ zu sein – wenn das Wetter mitspielt. Sinnvoller ist, den theoretischen Teil im Winter in einer Segelschule zu absolvieren, um im Urlaub genügend Zeit zum Segeln lernen zu haben. Auf jeden Fall ist jeder „Segelurlaub“ besser als überhaupt keine Ausbildung, die eben nicht in allen europäischen Ländern vorgeschrieben ist.