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Sportseeschifferschein (SSS)

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Amtlicher empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern (alle Meere bis 30 sm und Ost- und Nordsee, Kanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer).

Dieser Führerschein ist zum Führen von Sportbooten, die gewerbsmäßig zur Ausbildung genutzt werden, vorgeschrieben.

Zulassung:

- ab 16 Jahren,

- Besitz SBF-See,

- Nachweis von 1000 Seemeilen auf Yachten in küstennahen Seegewässern (nach Erwerb SBF-See) als Wachführer oder dessen Vertreter.

Die theoretische Prüfung erfolgt jeweils schriftlich und ggf. mündlich in den vier Prüfungsfächern

- Navigation,

- Seemannschaft,

- Schifffahrtsrecht und

- Wetterkunde.

Es sind umfangreiche Kenntnisse nachzuweisen.

In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse über das Führen einer Yacht in küstennahen Seegewässern umgesetzt und angewendet werden. Neben den Pflichtaufgaben (Rettungsmanöver und Radar) sind ausgewählte Manöver und sonstige Fertigkeiten vorzuführen.

Informationen über Prüfungstermine 08 und weitere Fragen zu den Prüfungen (auch über die anfallenden Kosten und Ersatz bei Verlust) erhalten Sie beim Deutschen Segler Verband e.V. (DSV).


Erfahrene Skipper und Ausbilder berichten, der SSS sei die Mutter aller Segelscheine, wohlwissend, dass mit dem Sporthochseeschifferschein noch was geht. Während ich mich nach einem geeigneten Kurs umhöre, erlebe ich sehr unterschiedliche Reaktionen: Kommste vom Traditionsschiff oder gehste in die Ausbildung? Und Scheinsammler soll es auch geben, die sind besonders ehrgeizig, damit wurde die dritte Schublade aufgezogen.
 
Vom Gefühl und den bisher gerade mal 1.600 absolvierten Seemeilen (Stand 2004) bin ich immer noch Anfänger. Und längst nicht auf jede Frage finde ich sofort die passende Antwort. Die Segelwelt ist so vielfältig, spannend und interessant, dass ich immer wieder auf neue Entdeckungsreisen gehe. Dabei will ich meinen Kurs segeln, das Gelernte in die Praxis umsetzen, neue Erfahrungen machen und später an neugierige Segler weiter geben, wenn ich alle Fragen selbst beantworten kann und nicht mehr stellen muss. Dafür ist nun mal der SSS eine Voraussetzung und wie konzentriert wir uns darauf vorbereiten, zeigen die Fotos meiner SSS-Gruppe in Hannover.

Michael, Thomas und Peter bereiten ihre Leichtmatrosen auf die Generalprobe vor

  

Bald ist Prüfung und die wird heute simuliert. Also segelt Klaus durch den "Kanal" und Ralf durch die Ostsee.


 
Peter (ver)zweifelt an den Angaben in der Karte während Uwe unter (BS) Strom steht
 Hartmut, die Radarseitenpeilung, Gezeiten und dennoch gut gelaunte Ausbilder. Die Prüfung kann kommen!
 
Wer sich für den SSS interessiert, weiß in der Regel, was er/sie will. Vielleicht gibt es einige Überflieger, die es schaffen, sich den gesamten Stoff leicht, schnell & in ein paar Wochen anzueignen und eine fabelhafte Prüfung hinzulegen, wie z.B. Axel und der ist Berufsseemann. Zu dieser Spezies gehören wir ganz bestimmt nicht. Ich bin heilfroh, dass ich in der DHH-Zweigstelle Hannover gelandet bin, denn dort wurde der "Stoff" in zwei Blöcke geteilt: Schifffahrtsrecht und Wetterkunde ab Mitte Oktober mit der Prüfung kurz vor Weihnachten sowie Navigation und Seemannschaft ab Januar mit der Prüfung kurz vor Ostern - einziger Nachteil: Für zwei Prüfungen kassiert der DSV auch zweimal die Prüfungsgebühr.

Außerdem musste ich von Hannover gleich viermal nach Hamburg düsen, weil die Ergebnisse nach wie vor erst am zweiten Prüfungstag bekannt gegeben werden, als gäbe es kein Telefon, Fax oder internet. Dieses Verfahren macht allenfalls noch Sinn, wenn man am zweiten Tag in die mündliche Prüfung muss. Und wenn nicht? Auf Nachfrage reagieren die DSV-Prüfungsausschüsse beinahe gekränkt mit Datenschutzgründen. Peinlicher geht's nicht. Eine Unterschrift, mit dem Einverständnis der persönlichen Datenweitergabe, auf dem Anmeldebogen und ein ärgerliches Thema wäre aus der Welt. Warum die Fahrensleute so auf die permanente Schelte ihrer Kunden abfahren bleibt ihr süßes Geheimnis. Ärgerlich.



DSV-Zentrale, Hamburg-Steilshoop, Gründgensstraße 18, entspannte Gelassenheit vor Prüfungsbeginn
 

60% vom Prüfungsausschuss: Alles herhören, wir geben gleich die Aufgabenblätter raus und dann sind sie dran.

... und dann wurde zwei Stunden konzentriert gearbeitet. Die Zeit war eher großzügig bemessen und zum guten Schluss natürlich Aufgabenblatt und Seekarte abgeben.

Weitere Fotos von der SSS-Prüfung gibt's unter Prüfung und von der praktischen Ausbildung im Logbuch 2005.