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Was noch?

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Erfahrung kommt natürlich von erfahren und diese Binsenweisheit kennt jeder, der gerade eine Führerscheinprüfung absolviert hat. Egal ob auf der Straße oder auf dem Wasser - ohne Praxis geht es nicht. Erfahrung fehlt auch den Skippern, die nicht jedes Jahr segeln, chartern oder nach längerer Pause wieder einsteigen wollen. Also bieten die Segelschulen Einsteiger- und Skippertörns an, die mit Sicherheit Erfahrung vermitteln. Bevor wir uns intensiver damit beschäftigen zwei Empfehlungen, die für erfahrene und angehende Skipper obligatorisch sein sollten:

Im Seenotfall ist es lebensnotwendig, in der Nähe befindliche Fahrzeuge oder Landstationen auf die Notsituation aufmerksam zu machen. Das kann entweder per Funk oder durch für den Seenotfall vorgeschriebenen Signalmittel erfolgen. Der Kauf weit reichender und damit effektiver pyrotechnischer Signalmitteln ist vom Nachweis einer Sachkundeprüfung abhängig. Diese Signalmittelprüfung kann in Verbindung mit der Sportbootführerscheinprüfung oder gesondert abgelegt werden. Der Fragenkatalog ist von bis früher 48 auf stolze 120 Fragen angewachsen und ergänzt den praxisrelevanten Teil der Seenotsignalmittelkunde um Details zum deutschen und europäischen Waffenrecht.

Hierzu der DSV: "Der theoretische Prüfungsteil umfasst einen Fragebogen mit 30 Fragen und ggf. eine mündliche Prüfung. Es sind ausreichende Kenntnisse der waffenrechtlichen, waffen- und munitionstechnischen Begriffe, über Notwehr und Notstand, das Aufbewahren von Schusswaffen und Munition, sonstige Pflichten für den Waffen- und Munitionsbesitz, die Kennzeichnung von Schusswaffen und Munition, die Ballistik und die Handhabung der Signalwaffen sowie den Umgang und die Klassifizierung von Seenotsignalmitteln nachzuweisen.

Im darauffolgenden praktischen Prüfungsteil muss die Handhabung der Signalwaffen, ihrer Munition und der übrigen Seenotsignalmittel demonstriert werden. Es sind mehrere Fertigkeiten vorzuführen".

Im pdf-download die dazu erforderlichen Unterlagen:

PDF | 92 KB Fragebogen für die Prüfung

PDF | 456 KB Übungsbogen

PDF | 120 KB Hintergrund

Informationen über Prüfungstermine und –Orte (auch über die anfallenden Kosten und Ersatz bei Verlust) erhälst Du bei den Prüfungsausschüssen für den Sachkundenachweis. Adressen und Kontaktmöglichkeiten wie gewohnt beim Deutschen Segler Verband e.V. (DSV).


Medizin an Bord

„Medizin an Bord“ ist ein lebenswichtiger Lehrgang, der allen Wassersportlern empfohlen wird, die einen längeren Törn planen. Der 1. Hilfekurs zur Führerscheinprüfung liegt weit zurück und an Bord ist der nächste Arzt oft noch weiter entfernt. Daher kann es lebenswichtig sein, einen Verletzten oder Kranken in der Zwischenzeit richtig zu versorgen. Kurse über „Medizin an Bord“ behandeln die spezifischen Probleme an Bord einer Yacht und zeigen auf, wie man lebensbedrohliche Zustände erkennt, welche Hilfemöglichkeiten es gibt und wie eine sinnvoll ausgestattete Bordapotheke aussieht. Solche Kurse gehen meist über die Erste Hilfe hinaus, bleiben aber im Rahmen dessen, was man im Notfall als medizinischer Laie tun kann. Häufig werden diese Seminare von erfahrenen Medizinern oder Rettungsassistenten durchgeführt.


Kleider machen Seeleute: Segelkleidung … und die kostet!

In Turnschuhen und Fahrradregenkleidung habe ich die ersten Segelstunden „überlebt“. Wer damit im April bei 6 Grad, Windstärke 4 sowie Regen- und Graupelschauern auf der Jolle unterwegs ist, kommt schnell an seine Grenze. In den Gummiklamotten werde ich durch das Schwitzen von innen, durch den Regen von außen nass und mit nassen Füssen friere ich erbärmlich. Konzentrieren und lernen geht gegen Null, der Spaß bleibt lieber an Land. Dabei bringen gerade die ungemütlichen Wettersituationen den Kick und irgendwann muss man damit ja auch zu recht kommen.

Das Zauberwort heißt atmungsaktive Segelkleidung. Das bedeutet, dass die Körperfeuchtigkeit, die sich durch das Schwitzen nun einmal bildet, nach außen abtransportiert wird. Nicht immer sofort, aber die Unterwäsche trocknet wieder und der Körper bleibt angenehm warm. Gegenüber herkömmlicher Kleidung ein erheblicher Vorteil. Der Feuchtigkeitstransport funktioniert aber nur, wenn „Funktionsunterwäsche“ getragen wird und ein Fleece als Wärmepuffer die zweite „Lage“ bildet. Dann macht auch die dritte atmungsaktive „Lage“ wirklich Sinn.
 
Wer preiswerter segeln will, der ist mit normalem „Ölzeug“ gut bedient. Ich hatte mir für's Joggen bereits Funktionsunterwäsche angeschafft. Als Kälteschutz trage ich darüber eine Fleecejacke und eine Fleecehose, die muss allerdings auch unter das Ölzeug passen. Das Ölzeug darf nicht eng sitzen, damit die Beweglichkeit erhalten bleibt und die Feuchtigkeit abziehen kann.
 
In der Tabelle (pdf-download 32 KB) ist aufgelistet, was m. E. zur Grundausstattung gehört. Die Preisangaben sind ein Mix aus verschiedenen Katalogen des Versandhandels und bilden eher die untere Qualitäts- und Preisgrenze. Während für Männer alle Produkte in der notwendigen Größe zu haben sind, bekommen Frauen bis Größe 38 und kleiner so ihre Probleme, weil die Damengrößen in der Regel erst bei 38/40 beginnen. Größe 38 und kleiner produzieren nur wenige Hersteller und die sind aufgrund geringerer Stückzahlen gleich erheblich teurer.